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Saturday, 25. May 2013

Aufbau des Tonspielzeugs

Wie bereits erwähnt, geht diese Arbeit von dem Entwurf eines neuartigen Instrumentes aus, das im weiteren Verlauf als Tonspielzeug bezeichnet wird. Es vereint Funktionen und akustische Möglichkeiten bestehender, technischer Komponenten auf dem Markt (siehe: Literaturverweis). Da sich diese Arbeit ausschließlich mit einer darauf basierenden Musiktheorie beschäftigt, wird in den folgenden Erläuterungen ganz bewusst auf technische Details verzichtet.

Grundlegend ähnelt das Tonspielzeug dem Anschein nach einer Art Symbiose aus DJ Mixer und Plattenspieler, denn die Funktionen dieser zwei Geräte wurden zu einem kompakten Instrument zusammengefasst. Es besitzt neben einem direkt angetriebenen Plattenteller hochwertige Schieberegler, die den spielerischen Anforderungen eines DJ`s gerecht werden. Durch eine solche Bauweise wird dem traditionellen Bedienungskonzept des DJing bzw. Turntablism Rechnung getragen, wobei sowohl die Handhabung und Bedienungsfreundlichkeit, aber auch die Beschaffenheit der Oberflächen von besonderem Interesse sind.

Einer der wesentlichen Unterschiede zu gewöhnlichen Plattenspielern und Mischpulten besteht allerdings darin, dass es sich beim Tonspielzeug um einen Software-Controller handelt, durch den es möglich wird, digitale Musikstücke innerhalb eines, per Midi USB angeschlossenen Computersystems anzusteuern. Dies führt wiederum zu einer enormen Erweiterung der musikalischen Möglichkeiten, die nachfolgend kurz beschrieben werden.

Zum einen beschränkt sich das Ausgangsmaterial nicht nur auf den jeweiligen Vinyl-Tonträger, sondern es kann jegliche Form von Akustik zum Spielen genutzt werden. Zentraler Bestandteil des Tonspielzeugs ist deshalb ein Computer mit großer Festplatte, auf der das Tonmaterial systematisch in einer Sound-Bibliothek hinterlegt und jederzeit wieder abgerufen werden kann.

Ein weiterer Unterschied zum herkömmlichen DJ-Set ist in der Tatsache begründet, dass durch die Bewegung der Fader weitaus mehr gesteuert werden kann, als beispielsweise nur die Lautstärke. Genau genommen hat man uneingeschränkten Einfluss auf die verschiedensten Parameter, durch die das verwendete Tonmaterial in seinem Klang verändert werden kann. Neben gängigen Einflussgrößen wie Lautstärke, Klangfarbe und Raumbewegung können auch Frequenzen, Studioeffekte oder sonstige Modulationen durch die Bewegung der Schieberegler gezielt verändert werden. 

Welcher Parameter angesprochen wird hängt von der Voreinstellung innerhalb der Software des Computers ab. Die Schieberegler (Fader) können nach Belieben mit verschiedenen Funktionen belegt werden. Zusammengefasst kann man sagen, dass das Tonspielzeug Bearbeitungsprinzipien von digitalem Tonmaterial zulässt, die bisher ausschließlich am Computer und per Mouseclicks automatisiert abliefen. Nun kann sich die Frage stellen: Wozu solch ein Instrument, wenn doch letztlich der Computer alles umsetzen könnte? Die Antwort ist einfach. 

Es geht um Musizieren ? das Bestreben, jede Nuance des Menschseins durch das Spielen an einem Instrument unmittelbar und authentisch zu offenbaren. An genau dieser Stelle setzt das Tonspielen an ? die Kunst, mit

akustischen Aufzeichnungen tatsächlich zu musizieren und letztlich nahezu jede erdenkliche Verfahrenstechnik der Audiobearbeitung per Handarbeit umzusetzen. Grundlegend funktioniert dies jedoch nur durch das Vorhandensein entsprechender Spielkörper am Instrument, mit denen die verschiedenen Prinzipien der Audiobearbeitung humanisiert werden. Dies führt wiederum zu einer neuen, und zugleich zukunftsweisenden Form der musikalischen Arbeit.

 

Auszug "Bewegungslehre" Kapitel 3  

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