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Friday, 26. April 2013

By: Alex Sonnenfeld

Systematik der dynamischen Bewegung

Die Veränderung der Tonstärke bezieht sich für gewöhnlich auf das An- und Abheben der Amplitude. Im Tonstudio oder während einer Live-Aufführung wird so das Klangbild dem Raum der Vorführung angepasst, oder bewußt verfremdet. 

Tontechniker und Klangregisseure arbeiten dabei am Drehpotentiometer

oder den Schiebereglern eines Mischpultes, um die akustische Verfremdung

des originalen Tonmaterials hervorzurufen. Im DJing und Turntablism hat sich in den letzten Jahrzehnten aus dem Umgang mit solchen Schiebereglern eine virtuose Spielkunst entwickelt, welche sich in

verschiedenartige Schnitt-, und Blendetechniken untergliedert. Voraussetzung dafür war die Entwicklung spezieller Fader (vertikale und horizontale Ausrichtung), die den enormen Belastungen der Spielarten standhielten und sich zudem komfortabel bewegen ließen. Die damit

verbundene Zweckentfremdung der gewöhnlichen Mischkonsole legte den

Grundstein für die dynamische Bewegung. Durch das Tonspielzeug wird man in die Lage versetzt, die Tonstärke genauso ?greifen? zu können, wie das Tonmaterial mit Hilfe der Steuerplatte. Demzufolge gelten hierfür Gestaltungsprinzipien, die denen der akustischen Bewegung ähneln

und es entstehen daraus neuartige musikalische Möglichkeiten für einen künstlerischen Umgang mit der Lautstärke. Daher ist die Entwicklung einer spezifischen notationellen Schriftsprache notwendig um die große Aspektvielfalt dynamischer Bewegungen eindeutig beschreiben zu können.

Bei der Systematisierung dynamischer Bewegungen wird grundlegend

in zwei Gestaltungsmethoden unterschieden. Das sogenannte Blenden, und das Schneiden des Signals. Das Unterscheidungsmerkmal dieser beiden Spielarten liegt bei näherer Betrachtung im Aufbau des Hüllkurvengraphen, in dessen Verlauf sich die Tonstärke (y-Achse) in Bezug auf den Faderweg (x-Achse) verschiedenartig entwickelt. vgl. a/b

 

Beim Blenden ist eine Aussteuerung der Tonstärke frei einstellbar, je nach dem, wo der Fader positioniert ist. Sämtliche Graduierungsstärken

eines zuvor definierten Signalspektrums können stufenlos angesteuert

werden. In diesem Fall spricht man von Blendebewegungen.

Beim sogenannten Schneiden gibt es wiederum nur einen Minimal- und einen Maximalwert. Demnach ist das Signal entweder offen oder geschlossen. Dabei ergeben sich verschiedene Schnitttechniken und Kombinationen, die im weiteren Verlauf noch spezifisch erklärt werden.

 

Auszug "Bewegungslehre" Kapitel 11  

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