Bewegungslehre

 

Musiktheorie und Systematisierung einer neuartigen Tonkunst

 

DJing und digitale Audiobearbeitung stellen in der heutigen Tonkunst ein unverzichtbares Element dar. Wobei sich nach wie vor eine Frage stellt: Kann diese künstlerische Arbeit als echtes Musizieren verstanden werden? Unbestritten ist es eine schöpferische Tätigkeit: Man betreibt Tonkunst, erschafft neue Klangcharakteristiken und trägt maßgeblich zur Gestaltung der zukünftigen Musik bei. Doch ist dies von der Handhabung her mit dem Spiel an einem klassisch-traditionellen Instrument vergleichbar?

Die Bewegungslehre beschreibt eine neuartige Instrumentalmethodik, die aus einer spieltechnischen Weiterentwicklung des DJing und Turntablism entstanden ist. Dabei werden analoge Scratch-, und Mischtechniken mit digitalen Software-Lösungen kombiniert, wodurch sich der musikalische Ansatz erweitert.

Diese Kunstform wird als Tonspielen bezeichnet und erlaubt es sprichwörtlich mit vorhandenem Tonmaterial zu Musizieren. Die aufgezeichnete Akustik wird zu einer Art Spielkörper, der durch instrumentelle Handarbeit soweit verformt wird, dass daraus neuartige Klangfarben hervorgehen. Die Vorraussetzung dafür ist ein Instrument, dessen Funktionen es erlauben alle musikalischen Parameter des verwendeten Tonmaterials bewusst zu verändern. Ein musikalisches Werkzeug, das die technische Entwicklungssumme bereits existierender analoger und digitaler Komponenten auf dem Markt in einem kompakten Instrumentarium vereint.

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